TEIL 2 - Dos & Don'ts beim Unterbodenschutz - Die unterschiedlichen Produkte

Ok, Du hast Teil 1 des Blog-Themas gelesen und hast alles vorbereitet? Perfekt! Dann lass uns jetzt den richtigen Unterbodenschutz für Dich und Deine Bedürfnisse auswählen. (Falls Du Teil 1 noch nicht gelesen hast klicke bitte hier)


Es gibt mehr, als einen Unterbodenschutz? Oh ja...weit mehr. Ich stelle Dir in diesem Blogbeitrag die Wichtigsten vor.



Bevor das allerdings passiert, müssen wir erst feststellen, was Du brauchst.


Willst Du Deinen Alltagswagen, mit dem Du im normalen Straßenverkehr teilnimmst, behandeln? Willst Du Deinem Oldtimer etwas Gutes tun? Hat Dein Pick Up oder SUV schon oft das Gelände gesehen und soll jetzt davor geschützt werden?


Bitte stufe Dich selbst in eine dieser Kategorien ein. Die unterschiedlichen Erklärungen folgen jetzt.


Arten von Unterbodenschutz:


Bitumen

Vorteil:

Diese Art des Schutzes bietet dem Unterboden eine gute Abwehr gegen mechanische Einflüsse, zum Beispiel im Gelände. Es lässt sich schnell und gleichmäßig auftragen und man erhält eine gute Schichtdicke.


Problem:

Bitumen altert und wird mit der Zeit rissig. Dadurch ist kein optimaler Schutz vor Feuchtigkeit gegeben. Das Bitumen kann durch Wasser unterwandert werden und es kann zu großflächigen Unterrostungen kommen. Solltest Du also bei der Vorarbeit und Reinigung, nicht zum Eisstrahlen gegriffen und jedes Fleckchen Flugrost/Rost beseitigt haben, birgt dies eine große Gefahr.


Hier eine Auswahl von Bitumen-Unterbodenschutz:








Wachs

Vorteil:

Diese Art des Unterbodenschutzes hat den Vorteil, dass sie nicht komplett aushärtet sondern je nach Aussentemperatur mehr und weniger flexibel bleibt. Dem Unterbodenwachs spricht man eine hohe Kriechfähigkeit zu, weshalb es effektiv davor Schützt, dass sich Feuchtigkeit in Ecken oder sammelt. Das Wachs ist in den meisten Fällen leicht aufzutragen und bietet eine gute Schichtstärke. Bedingung muss allerdings eine gewisse Aussentemperatur sein.


Problem:

In dem Vorteil des Unterbodenwachses, liegt auch gleichzeitig ein gewisses Problem. Dadurch, dass das Wachs nie ganz aushärtet, schützt es nur bedingt durch mechanische Einflüsse von Aussen (Steine, Unterholz etc). Daher empfiehlt sich das Wachs, wenn Du mit Deinem Wagen vorrangig auf normalen Straßen unterwegs bist.


Unterbodenwachs gibt es in verschiedenen Farben und ohne Einfärbung.


Hier eine Auswahl an Wachsen:








Seilfett

Vorteil:

Seilfett bietet die gleichen Vorteile, wie das

Unterbodenwachs. Dabei ist es noch unschlagbar günstig und weist eine noch stärkere Kriech und Fließfähigkeit auf. Daher eignet es sich auch wunderbar zur Hohlraumkonservierung.


Problem:

Auch hier gilt, dadurch das das Seilfett (wie der Name schon sagt) ein Fett ist, ist seine Konsistenz sehr weich und bleibt es auch. So wie Ihr das Seilfett auftragt, so bleibt es (nur eine geringe Härtung). Großer Nachteil ist vorrangig im Bereich der anschließenden Mechanik. Fragst Du einen unserer Jungs, ob er Dir zu Seilfett raten würde, würde er schon am Anfang der Frage anfangen zu laufen. Kein Mechaniker will an einem Auto arbeiten, auf dessen Unterboden Seilfett aufgetragen wurde. Man KANN zwar Arbeiten durchführen, allerdings ist es eine elende Schweinerei. Ein großer Vorteil ist allerdings, dass sich die Oberfläche bei eventueller Beschädigung, aufgrund der hohen Fließfähigkeit, wieder schließt und weiterhin vor Feuchtigkeit geschützt ist.


Seilfett gib es nur in einer milchig, durchsichtigen Variante.


Seilfett bekommst Du hier:




Kautschuk

Vorteil:

Kautschuk ist extrem widerstandsfähig. Fährst Du oft Offroad und durch das Unterholz, dann ist Kautschuk das Mittel Deiner Wahl. Kautschuk bietet einen sehr guten Steinschlagschutz und ist außerdem überlackierbar.


Problem:

Das Problem schließt sich dem des Bitumen Schutzes an. Kautschuk bleibt zwar in sich flexibler, allerdings kann es dennoch zur Unterwanderung von Wasser kommen, sollte die Oberfläche z.B. durch Abschürfung beschädigt worden sein. Ein weiteres Problem besteht, wenn der Unterbodenschutz erneuert werden muss. Hier ist es sehr aufwändig den alten Schutz komplett zu entfernen. Selbst Eisstrahlen kommt hier an seine Grenzen, da Kautschuk zum Einen eine dicke Schichtstärke hat und zum anderen so elastisch ist, dass die Eiskörnchen abprallen.

Hier ist Geduld gefragt.


Kautschuk Unterbodenschutz bekommst Du hier:






Mike Sander's Schutzfett

Vorteil:

Mike Sander's Schutzfett wird einigen Orts als "heiliger Gral" des Unterbodenschutzes betitelt. Das Non Plus Ultra im Schutz vor Rost. Es ist extrem kriechfähig und wird bei entsprechender Temperatur sogar wieder in soweit "flüssig", dass es nach dem Auftrag immer weiter arbeitet und bis in die letzte Ritze kriecht. Daher eignet es sich perfekt zur Hohlraumkonservierung.


Problem:

Das Schutzfett von Mike Sander kann nicht einfach aufgetragen werden. Du benötigst einen speziellen Topf zum Aufwärmen, sowie einen entsprechenden Druckbecher. Auch ist das Fett im Vergleich hochpreisig und stellt Mechaniker vor die gleiche Herausforderung, wie Seilfett. Ein weiteres Problem ist, bei entsprechender Außentemperatur wird das Fett so flüssig, dass es an einigen Stellen wieder aus der Karosserie austreten kann. Für Show-Fahrzeuge also eher ärgerlich.


Wir würden Mike Sander für Neuwagen und Erstkonservierung empfehlen.


Mike Sander's Schutzfett bekommst Du hier:




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